Meine Zuchtziele

1. Das Kompliment Das ist ein typischer Strolch, der Ausdruck, das Gangwerk, das Wesen... ist für mich die größte aller Bestätigungen. Danke an alle, die es mir auf Ausstellungen oder Spaziergängen so oft gesagt haben. Auch im Ausland.

 

2. Das Wesen Ich freue mich zwar über jeden Ausstellungserfolg - züchte aber Kuvasz für die Familie mit Kindern. Natürlich auch ohne Kinder!

 

3. Gesundheit Sie zu erhalten, nach Fehlschlägen ( und die hatte ich schon, mit vielen schlaflosen Nächten ) nicht aufzugeben und mit neuen Linien weiterzuarbeiten, immer nur nach vorne zu schauen, das ist wichtig. Zum Glück gibt es einige Züchter die ebenso denken, und mit denen man sich bei Problemen austauschen, sogar ausheulen kann.

 

4. Intaktes Rudel Als Hobbyzüchter mit kleinem Stamm und höchstens 4 Hunden ist es schwierig. Wie Sie gelesen haben, hatte keine meiner Zuchthündinnen mehr als 4 Würfe. Selbstauferlegtes Gebot, denn ich möchte meine Hündinnen nicht als Zuchtmaschinen, sie sollen im Rudel alt werden. Welpen werden von allen Hunden gemeinsam aufgezogen. Keine Hündin wird separat gehalten, keine weggesperrt. Das funktioniert nur, wenn die Anzahl stimmt, das Wesen exzellent ist, man nicht wegen anderer Ziele das Maß verliert.

 

5. Kein Zwinger Nie, denn Notfälle oder andere Begründungen gibt es nicht. Das sind Ausreden und meist der Anfang einer "bequemen Außerhaushaltung".

 

6. Kein Zugzwang Züchten ist meine Leidenschaft. Meine nächste Nachwuchshündin kann zuchtuntauglich werden. Sie bleibt hier, es kommt eine Pause, na und? Der Rassenzüchter, bei dem immer Welpen zu haben sind, mag vielleicht Geld verdienen. Ich freue mich, wenn nach einem guten Wurf soviel Geld übrig bleibt, dass ich mein Rudel vielleicht ein Jahr davon ernähren kann, bei 250 € Futterkosten im Monat. Der Tierarzt ist hier noch nicht berücksichtigt. Aber selbst das funktioniert nicht oft. Deshalb gehe ich jeden Tag arbeiten und freue mich auf meine Hunde wenn ich wieder daheim bin.

 

                                                                                  

 

 

                                                                            © Barbara Wichmann